Hausbau Wochenrückblick KW 39

Aktuell im Wochenrückblick von HausXXL: Wann die Sparkasse den Bausparvertrag kündigen darf, wie kostengünstige Sonnenhäuser entwickelt werden und warum Energieausweise ungerecht erstellt werden. Außerdem wird die EEG-Umlage steigen, kostenloser Baugrund ist kein Märchen und wie sich Bauherren bei einer Pleite des Bauträgers schützen können.

  • Gerichte urteilen unterschiedlich über Bausparvertrag-Kündigungen

    Viele Bausparkassen haben in den vorigen Monaten für sie unrentable Altverträge gekündigt. Dabei berufen sich die Banken und Kreditinstitute auf ein Gesetz, das dem Darlehensnehmer die Kündigung nach zehn Jahren erlaubt. Gerichte kamen bei der Prüfung zu unterschiedlichen Urteilen: Einige Gerichte lehnen die Kündigung durch Sparkassen grundsätzlich ab, da der Zweck des Gesetzes der Verbraucherschutz vor überlangen Zinsbindungen ist. Andere Gerichte rechtfertigen das Vorgehen der Geldinstitute damit, dass eine überlange Besparung der Verträge durch Bauwillige nicht dem Zweck eines Bauspar-Vertrages diene und die Sparkassen deshalb das Recht zur Kündigung haben.

    RP Online

  • Kosteneffizientes Sonnenhaus geht in den Praxistest

    Das Projekt der Forschungsgruppe "Thermische Energiesysteme", in Zusammenarbeit der Universitäten Hameln und Hannover, geht in die Praxisphase. Ziel ist es, ein kostengünstiges und dennoch effizientes Sonnenhaus zu entwickeln. Dafür wird der Pufferspeicher reduziert und eine Wärmepumpe verwendet. Als Sonnenhäuser werden Häuser bezeichnet, deren Energiebedarf zu mehr als fünfzig Prozent aus Sonnenenergie gewonnen wird.

    Institut für Solarenergieforschung

  • Energieausweise vom Energieberater abhängig

    Ein Test mit Wohngebäuden bestätigt: Die Angaben in Energieausweisen sind nicht vergleichbar und hängen vom jeweiligen Energieberater ab, der den Energieausweis ausstellt. Die ermittelten Energieziffern variierten dabei um bis zu 46 Prozent. Daher wird die Forderung an die Bundesregierung laut, die individuelle Energieberatung zu verbessern. Besondere Probleme gibt es bei der Ermittlung der Gebäudenutzfläche, deren Berechnung stets unterschiedliche Ergebnisse liefert.

    Haus und Grund

  • EEG Umlage wird 2016 teurer

    Eigentlich sinkt der Strompreis aktuell. Doch gleichzeitig erreicht die EEG-Umlage neue Höhen. Im Jahr 2016 wird die Kilowattstunde zwischen 6,4 und 6,6 Cent kosten. Momentan sind es 6,17 Cent. Der Grund: sinkende Strompreise an den Börsen. Die Ökostrombieter verhandeln im Voraus eine feste Vergütung. Sinkt nun der Strompreis an der Börse, muss das Defizit für die Stromanbieter ausgeglichen werden – über die EEG Umlage.

    Focus

  • Was tun, wenn der Bauträger pleitegeht?

    Schon bei den ersten Anzeichen einer Insolvenz sollte der Bauherr handeln. Indizien sind ein häufiges Bitten um Abschläge des Bauträgers. Beim Handelsregister oder dem Insolvenzgericht kann der Bauherr um Auskunft über die finanzielle Lage des Bauträgers bitten. Dann sollte der Baubestand von einem Sachverständigen dokumentiert werden. Bis ein Insolvenzverwalter Klarheit bringt, sollte der Bauherr erst einmal keine weiteren Zahlungen tätigen. Der Verwalter entscheidet, welche Bauabschnitte noch zu Ende gebracht werden und wann eine neues Unternehmen beauftragt werden muss.

    Baufi24 via Presseportal

  • Ottenstein: kostenloser Baugrund gegen Einwohnerschwund

    Das Dorf Ottenstein liegt im idyllischen Weserbergland und trotzdem leidet es an Überalterung und Einwohnerschwund. Der Bürgermeister bietet jungen Familien nun Baugrundstücke zwischen 800 und 1000 Quadratmetern gratis an. Der eigentliche Wert beträgt 10.000 Euro je Grundstück. Neun Familien haben schon zugesagt und werden im Frühjahr mit dem Bau ihres Traumhauses beginnen.

    FAZ

  • Einfamilienhaus kaufen: 700.000 in München und 70.000 in Salzwedel

    Die Bayrische Hauptstadt hat die höchsten Immobilienpreise. Vergleichsweise günstig sind Häuser im Osten. Bad Homburg in Hessen liegt auf Platz 2. Hier müssen für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 125 Quadratmetern und Garage 600.000 Euro auf den Tisch gelegt werden. Stuttgart folgt mit 556.000 Euro. Am günstigsten sind Einfamilienhäuser in Thüringen: In Schlotheim ist man mit 45.000 Euro Besitzer eines neuen Hauses. Im östlichen Zipfel Deutschlands liegt der Durchschnittspreis bei etwa 75.000 Euro für ein Einfamilienhaus.

    Focus

(Bildmaterial: © LUXHAUS (Frame)) 25.09.2015 | HausXXL